Ökosysteme
Als Ökosystem wird das Zusammenspiel
zwischen der Tierwelt (auch Lebensgemeinschaft) eines
bestimmten Gebietes sowie dessen biotopischen Gegebenheiten
bezeichnet. Ökosysteme können dabei, je nach Art, verschiedene
Ausdehnungen haben. Klare Abgrenzungen zwischen angrenzenden
Ökosystemen sind meist nicht ohne Weiteres möglich, da die
Übergänge absolut fließend sind. Kennzeichnend für ein
Ökosystem ist das biologische Gleichgewicht, dass durch die
Konstellation von Lebensgemeinschaft und Biotop zustande kommt.
Das Biotop wird von einem Verhältnis verschiedener Tierarten
bewohnt, die meist auch einen nicht zu unterschätzenden Anteil
an diversen Vorgängen binnen des Biotops haben. Die
Unterscheidung zwischen Schädlingen und Nützlingen sowie
Pflanzen- und Fleischfressern ist in dieser Hinsicht bedeutsam.
Bekannte Ökosysteme werden anhand des Lebensraums und der
biologischen Bedingungen abgegrenzt. Wie gesagt sind die
Übergange dabei fließend (beispielsweise von Waldgebiet zu
Wiese oder vom Korallenriffe zur See bzw. zur Küste).
Die Einflussnahme durch den Menschen wirkt
sich fast ausnahmslos schädlich auf Ökosysteme aus. Beispiele
dafür sind mannigfaltig und weltweit, sowohl im Großen als auch
im Kleinen, zu finden. So belastet beispielsweise die
Abfallwirtschaft die Weltmeere, wenn Abfälle und Abwässer
einfach ins Meer umgeleitet werden. Die außerordentliche
Verschmutzung der Umwelt durch Menschenhand, sei es mit
Abfällen, Abwasser oder Abgasen ist Hauptursache für die
Störung etlicher Ökosysteme. Dies betrifft vor allem jene
Ökosysteme mit großer Ausdehnung und die entsprechend viele
Berührungspunkte mit diesen schädlichen Einflüssen haben. Aber
auch bauliche Aspekte tragen zur empfindlichen Störung und
mitunter Vernichtung von Ökosystemen bei. Dies spielt sich
ebenfalls sowohl im Großen als auch im Kleinen ab. Für Ersteres
ist beispielsweise die Rodung von Wäldern ein Beispiel, wie sie
in erschreckendem Ausmaß im Amazonas Regenwald stattfindet.
Dort wird ein in Jahrtausenden entstandener Lebensraum
rücksichtslos nach und nach zerstört, der in seiner
Einzigartigkeit unwiederbringlich verloren geht. Ein Beispiel
für die Zerstörung kleiner Ökosysteme durch bauliche Maßnahmen,
liegt beispielsweise im Straßen Bau vor. So kann schon alleine
eine Landstraße bzw. eine Autobahn das Ökosystem einer Wiese
empfindlich stören. Die Straße selbst stellt für
bodenbewohnende Insekten ein nicht selten nahezu
unüberwindbares Hindernis dar. Zudem wird der Boden unterhalb
der Straße durch Planierung und permanente Gewichtsbelastung
wegen der darüber fahrenden Fahrzeuge derart komprimiert und
zudem auch vom Regenwasser abgeschnitten, dass selbst mehrere
Meter darunter nichts nennenswert Wurzeln treiben kann und wenn
doch, dann reichen diese kaum so weit in die Tiefe. Hinzu kommt
die Abgasbelastung, die der Verkehr auf einer Straße
unweigerlich mit sich bringt. Für die kleinere Dimension des
Ökosystems Wiese ist eine Straße also so etwas wie eine
unumkehrbare Verödung (zumindest solange unumkehrbar, wie die
Straße bestand hat). Weiterhin zur Störung von Ökosystem trägt
die Ausrottung verschiedener Lebewesen bei, durch deren
Verschwinden eine bestehende Ökologie ins Ungleichgewicht
geraten kann. Als Beispiel dafür seien hierzulande die Überhand
nehmenden Rehe genannt, die die Triebe junger Bäume abnagen und
so die natürliche Aufforstung erheblich erschwere. Die Überzahl
an Rehen ist der Tatsache geschuldet, dass diese (außer einigen
Jägern auf Hochsitzen und Autos) keine natürlichen Feinde mehre
haben.
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